Berge oder Meer? Diesmal Bergwelt Wilder Kaiser

Bergwelt Wilder Kaiser

Die Berge haben etwas sehr beruhigendes. Ich muss immer an Heidi und den Almöhi denken. Diese Idylle und Ruhe. Herrlich.

Bergsee am Astberg, Wilder Kaiser
Bergsee am Astberg

Da wir im Frühsommer bereits am Meer waren, sind wir jetzt in die Berge gefahren. Uns gefällt beides, sowohl Meer als auch Berge haben ihren Reiz. Wie schaut es da bei Euch aus? Meer- oder Bergtyp? Jeder, der bis hierhin gelesen hat, ist wahrscheinlich begeistert von den Bergen ;-).

Hexenalm in Söll

Wir haben und dieses Mal bewusst gegen ein Kinderhotel entschieden und wollten die Region einfach nur genießen. In den Kinderhotels ist meist soviel geboten, dass man die Umgebung gar nicht wahr nimmt. Das ist teilweise sehr schade, aber es kommt ja immer darauf an, was man sich von dem jeweiligen Urlaub wünscht.

Nach meinen üblichen, wochenlangen Recherchen habe ich mich für das Hotel Hexenalm in Söll (Werbung, unbezahlt) entschieden. Ausschlaggebender Punkt waren die neuen Zirbenholzzimmer. Ich liebe den Geruch von Zirbenholz. Und wir wurden nicht enttäuscht. Dieser herrliche Duft beim Betreten des Zimmers, wunderbar!

Das Hotel ist sehr kinderfreundlich mit einem großen Spielplatz hinter dem Haus, Trampolinen, Wasserspielplatz, Ziegen, Hasen und Ponys beim Nachbarn auf der Weide. Im Keller ein nett ausgestatteter Toberaum und ein Jugendzimmer mit Tischtennisplatte etc. Einmal pro Woche dürfen die Kinder kostenlos T-Shirts bemalen und eine Kutschfahrt ist auch im Preis inklusive.

Die Kinder sind schwer beschäftigt die Ziegen zu füttern, stundenlang mit so einer Hingabe. So schön zu sehen welche Freude sie mit Tieren haben. Und wir können in Ruhe essen, super win-win Situation. O-Ton Tochter: Mama, das Hotel hast Du super ausgesucht, es ist so toll hier. Ja, ich versteh mein Geschäft, das hat mein Mädl auch schon erkannt ;-).

Bergsommer am Wilder Kaiser

Da wir eine komplette Woche gebucht haben, war die Liftkarte für 36 Bergbahnen inklusive: Bergsommerangebot. Das war super und dank der Übersichtskarte konnte man sich die passenden Stationen gut im Vorfeld aussuchen. Auf jedem Berg sind tolle, kinderfreundliche Angebote mit riesigen Spielplätzen, Kinderanimation etc. Auch für ältere Kinder ist viel geboten mit Kletterwald, Flying Fox, Alpine Coaster, Mountaincarts oder Mountainbike Trails. Laut unserer Auskunft wurden diese tollen Bergwelten geschaffen um auch im Sommer die Bergbahnen besser auszulasten und das ist wirklich wunderbar gelungen.

Hexenwasser, Söll

Die Gondelstation zum Hexenwasser ist nur 50m vom Hotel entfernt. Begeisterung pur bei den Kindern, was man alles von oben aus der Gondel entdecken kann. Wir haben es gewagt und sind den 2km Barfußpfad gegangen, teilweise sehr spitz, aber ungewohnt angenehm. Nur der letzte km war anstrengend, da haben die Fußsohlen gebrannt. Und in der Nacht auch, aber am nächsten Tag war es angenehm. Die Wasserstationen waren echt cool und die Kinder haben gar nicht gemerkt wie weit sie eigentlich gelaufen sind. War sehr kurzweilig durch Wald, Moor, Wiese. Kühe auf den steilen Almweiden, überall Bachläufe und Steine zum Drauftreten, die schon abgeschliffen waren.

Blumenkorso in Ebbs

Ebbs, lustiger Ortsname. Niederbayrisch sagt man zu allen Dingen ebbs. Des is da owa ebbs. Host ebbs gmocht gestern? Aber zurück zum Blumenkorso. Wir sind durch den Ort gefahren und haben davon gelesen. Zuerst dachten wir, na ja, wird halt so ein Dorffest sein, aber nein, der Blumenkorso ist sehr bekannt und lockt Tausende von Zuschauern an.

Wahnsinn, was hier alles aus Blumen gemacht wird. Die Wägen der Vereine und Firmen waren wunderschön geschmückt, es gab auch Rasenmähertraktoren, die von Kindern gefahren wurden, Oldtimer mit Blumengestecken, alte Fahrräder mit Blumen im Anhänger etc. Für den Leguan alleine wurden 30.000 Blumen gebraucht!! Für die kleinsten Figuren 5.000. Sehr prachtvoll!

Waldbaden – Shinrin Yoku

Jetzt komme ich nochmal auf das Thema Waldbaden zurück. In meinem Artikel über den Nationalpark Bayerischer Wald habe ich es bereits erwähnt. Ich bin ja neugierig und im Aktivprogramm am Wilden Kaiser wird Waldbaden angeboten. Da habe ich mich spontan angemeldet, damit ich mitreden kann. Und es ist anders als ich es mir vorgestellt habe. Daher Vorurteile beiseite und mitmachen.

Sabrina war unsere Waldbadentrainerin in Scheffau. Wir waren eine gemischte Gruppe von jung bis alt, Männer und Frauen. Vom Infobüro sind wir zuerst Richtung Wald gelaufen und waren gespannt was uns erwartet.

Ist Euch schon mal aufgefallen, dass es im Wald immer kühler ist als anderswo im Schatten? Das liegt daran, dass die Bäume auch schwitzen. Und dadurch entsteht diese angenehme Kühle. Und ein Tag im Wald stärkt das Immunsystem für 14 Tage, also los, ab in die Wälder.

Bevor ich am Waldbaden teilgenommen habe, dachte ich, dass man einfach durch den Wald geht, daher war ich am Anfang skeptisch. Aber es geht darum, den Wald neu zu entdecken, mit allen Sinnen und dadurch die heilsame Seite wahrzunehmen. Für manche Dinge muss man offen sein und wer nichts für Spirituelles oder Neues übrig hat, ist hier definitiv falsch. Vor dem Eintreten in den Wald haben wir uns vorgestellt durch eine Tür zu gehen und das Unangenehme wird draußen abgestreift. Sabrina hat uns immer wieder auf besondere Düfte oder Dinge hingewiesen.

Den Wald mit allen Sinnen erleben

Sehen: Jeder für sich ist durch den Wald gestreift und hat sich umgesehen. Ich habe reife, frische Brombeeren entdeckt, da ist mir gleich das Wasser im Mund zusammengelaufen. Aber Essen kommt erst beim Schmecken ;-).

Riechen: Hat Ihr schon mal an Tannennadeln gerochen? Sie riechen nach Zitrone, herrlicher Geruch!

Hören: Mich hat man im ganzen Wald gehört ;-). Ein Laubfrosch ist nämlich direkt vor mir über den Weg gesprungen und ich hab mich total erschreckt.

Schmecken: Endlich durften wir auch die Brombeeren probieren. Und frischer Klee schmeckt wahnsinnig gut. Die Knospen der Esche schmecken nach Marzipan.

Tasten: Paarweise wurden einem die Augen verbunden und der Andere hat geführt, Dinge aus dem Wald ertasten lassen und spüren was es ist. Außerdem sind wir alle mit verbundenen Augen und barfuß Sabrina gefolgt. Eine sehr interessante Erfahrung.

Zum Abschluss hat jeder im Wald etwas gesucht, was ihm aufgefallen ist und wir haben ein Gruppenmandala erstellt. Auch dafür sollte man offen sein um das Waldbaden ganz zu genießen, damit einem nicht unwohl ist.
Vielen Dank an Sabrina für die interessante Erfahrung.

Triassic Park

Wir sind zwar 45 Minuten von Söll gefahren, aber der Ausflug zum Triassic Park auf der Steinplatte hat sich gelohnt. Die Kinder haben Edelsteine geschürft, Memory gespielt, die Dinosaurier respektvoll begutachtet, am Niederseilgarten getobt, durch das Wasser geplanscht und haben die Zeit genossen. Wir haben uns am höchstgelegenen Sandstrand der Alpen in den gemütlichen Liegestühlen entspannt.

Die Aussichtsplattform ist toll, aber bei Höhenangst definitiv zu meiden. Da wurde sogar mir mulmig und ich habe mit Höhe keine Probleme.

Aussichtsplattform TriassicPark
Teilweise nur mit Plexiglas

Sogar bei schlechtem Wetter ist ein Besuch lohnenswert. Das Indoor TriassicCenter mit dem Forschercamp ist sehr interessant, aber unser Kleiner mit seinen drei Jahren hat sich hier fast ein bisschen gefürchtet.

Zum Schluss sind wir noch im modernen Selbstbedienungs-Restaurant Kammerkör (Werbung, unbezahlt) eingekehrt.

Astberg – Neu ab 2019 Ponyreiten

Natürlich mussten wir mit unserem kleinen Pferdefan unbedingt zum Astberg, damit er Ponyreiten konnte. Hinauf ging es mit dem 4er Sessellift. Oben angekommen war gleich die Ponyalm zu sehen, ein glasklarer See mit Fischen und Libellen und ein schöner Holzzug am Spielplatz.

Von der Ponyalm waren wir enttäuscht und können diese leider auch nicht weiterempfehlen. Die zuständigen Mädchen waren teilweise sehr grob zu den Ponys und haben das auch von uns Eltern verlangt. Man hat ein Pony zugeteilt bekommen und man führt die Ponys selber auf einem Rundweg den Berg hoch. Unser erstes Pony war total störrisch und ist schon nicht Richtung Berg gegangen. Das Mädchen hat nur gemeint, man kann die schon grob anfassen und soll richtig ziehen. Das passt leider nicht zu meinem Verständnis von guter Tierhaltung. Deswegen habe ich das Pony zurück gebracht und wollte auf ein anderes warten, das sich bereits ein bisschen ausgeruht hatte. An diesem Tag war es sehr heiß und daher bestimmt auch sehr anstrengend für die Tiere. Sie hat uns sofort wieder eins zugeteilt, das gerade erst zurück gekommen war. Der arme Seppl war einfach müde und wollte nicht schon wieder den Berg rauf. Mit viel Zureden und 20 Pausen haben wir es den Berg rauf geschafft, aber runter wollte er auch nicht mehr. Nach fast 1 h sind wir wieder unten angekommen. Sie hat nur gemeint, man hätte richtig ziehen müssen. Das Tier hat nur noch die Zähne gefletscht. Mit einem unguten Gefühl sind wir weggegangen. Hoffentlich ändert sich hier etwas, die Ponys können einem sonst nur leid tun.

Bergbahnen Westendorf – Alpinolino

Hier haben wir uns richtig wohl gefühlt. Ich kann es nicht genau beschreiben, obwohl es auf allen Bergen tolle Sachen zum Erleben gab, hat es mir im Alpinolino am Besten gefallen.

Durch den Rundweg hatte man zumindest das Gefühl ein bisschen zu wandern und nicht nur zu spielen. Es war auch so kurzweilig, überall waren Schaukeln bis zum Himmel aufgestellt und der Weg war gesäumt von Heidelbeer- und Himbeersträuchern, die dicht behangen waren. Aber nicht lange ;-). Unsere Tochter hat sich gleich verausgabt und wir haben alle mitgeholfen.

Heidelbeeren Alpinolino
Reiche Ernte

Sogar Preiselbeeren haben wir viele gesehen, aber die waren uns zu sauer.

Preiselbeeren Alpinolino
Preiselbeeren

An einem Aussichtspunkt lebt eine Murmeltierfamilie, aber leider hat sie sich nicht gezeigt. In der Mitte des Rundwegs ist ein Restaurant mit großem Spielplatz. Von dort geht es wieder bergab und kurzweiliger wird es noch, wenn man eine Kugel auf der sehr langen Spoggolino Kugelbahn laufen lässt.

Ahornsee in Söll

Der Ahornsee mit wunderschöner Bergkulisse lädt zum Baden und Relaxen ein. Alles neu und sehr gepflegt. Mitten im See ist ein Trampolin, es gibt einen Sprungturm und ein Floß. Der Spielplatz ist sehr schön und mitten durch das Gelände fließt ein Bach.

Fazit Bergwelt Wilder Kaiser in Österreich

Selten hatten wir mit den Kindern so einen entspannten Urlaub. Wir haben viel unternommen, das Wetter war traumhaft, die Ziegen im Hotel haben uns viel Zeit zu Zweit verschafft und die Bergwelten sind Wahnsinn!

your special trip

Plant Ihr gerade Eure Urlaube für 2020, sucht besondere Hotels, die in keinem Veranstalterkatalog zu finden sind, habt aber keine Lust oder Zeit, die aufwändige und zeitraubende Recherche selbst zu erledigen, dann übernehme ich das gerne für Euch. Schaut auf meiner Seite vorbei: https://www.yourspecialtrip.de und schreibt mir Eure Anfrage.

Ein Kinderparadies findet Ihr im Bayerischen Wald in unserem Ferienhaus Kreuzbergblick Bayerischer Wald: https://www.traum-ferienwohnungen.de/108431/

2 Gedanken zu „Berge oder Meer? Diesmal Bergwelt Wilder Kaiser

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